Rödlitz - Ort im Wandel der Zeiten


Rödlitz OT von LichtensteinAm Fuße des Erzgebirges liegt der wunderschöne Ort Rödlitz. Ursprünglich als einseitiges Waldhufendorf von Slawen angelegt, erfolgt die Bebauung linksseitig entlang des Rödlitzbaches, da auf der rechten Bachseite sich bewaldete, steile Hänge befinden. Der slawische Name "Rödlitzbach" bedeutet so viel wie "Vom Bach wie von einer Pflugschar tief eingeschnitten".
Über die erstmalige urkundliche Erwähnung gibt es unterschiedliche Auffassungen. Manche behaupten, dass es im Jahre 1286 erstmals als Redlicz erwähnt worden ist, andere vertreten die Meinung, dass es das Jahr 1460 gewesen ist.

Ein markantes Wahrzeichen des Ortes ist das um 1879 errichtete Eisenbahnviadukt, welches das Rödlitztal überspannt. Vom 19. bis Mitte 20. Jahrhundert verlief für die Region eine der wichtigsten Eisenbahnstrecken darüber: St. Egidien-Stollberg. Das im 19. Jh. entstandene Steinkohlerevier Hohndorf-Oelsnitz wurde hierdurch erschlossen. Heute fährt einmal stündlich die City-Bahn auf dieser Strecke.

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Im Jahre 1994 wurde Rödlitz nach Lichtenstein eingemeindet.
Durch die 1996 in Lichtenstein stattfindende Landesgartenschau profitierte auch Rödlitz mit dem Erhalt von Fördergeldern davon. So konnten zahlreiche Grundstückseigentümer, die sich im Sanierungsgebiet befanden, ihre Wohnhäuser sanieren und modernisieren, was zur Verschönerung des Ortsbildes beitrug, und durch Spenden der sonntäglichen Veranstaltung "Immer wieder sonntags" wurde ein neuer Kindergarten im Konsumgenossenschaftsweg errichtet.
Sowohl in jüngster Zeit als auch heute sind zahlreiche Bauvorhaben im Ort zu erkennen. So wird die Grundschule Rödlitz nach Umbaumaßnahmen in Bezug auf brandschutztechnische Ertüchtigung und Teilfassadensanierung, nun auch im Innenbereich durch den Ausbau des Dachgeschosses erweitert. Die Rödlitzer Kirche erfuhr genauso eine Sanierung wie derzeit der der Kirchgemeinde vererbte Dreiseitenhof, welcher als Jugend und Begegnungszentrum ausgebaut wird.
Auf der Fläche zwischen Kirche und Kindergarten wurde im vergangenem Jahr ein neuer Festplatz für künfitge Ortsfeste fertiggestellt.
Vielleicht entwickelt sich somit wieder ein aktives Ortsleben, wie es die alteingesessenen Rödlitzer von früheren Zeiten her kennen mit Kirmes und Weihnachtsmarkt.
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Mit dem am 01.06.2002 erstmals wieder durchgeführten Dorf- und Kinderfest, welches bis heute als erfolgreiches Highlight jährlich am ersten Juni-Wochenende stattfindet, ist bereits ein Anfang gemacht. Viele fleißige Helfer aus den Vereinen des Ortes wie dem Eltern-, Fußball-, Schützenverein sowie Gewerbetreibende organisieren und unterstützen diese Veranstaltung.
Wie man sieht, lohnt sich auf jedem Fall ein Besuch dieses Ortes und falls er etwas länger dauert, kann man auch im Hotel "Talschlösschen" prima übernachten.

Verfasser: Heike Lepski
Quellen: Amtsblatt des Landkreises vom 19.01.2004 und 23.01.2006
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